4.0 In der Volksschule Krems

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Das „Universum der Kinderrechte“

Talent: Mensch sein
in der Volksschule Krems-Lerchenfeld
am 20.1.2009

Unterwegs:
Angie, Johannes und Lorenz

http://www.vskrems-lerchenfeld.ac.at/

Dieser Termin war für uns drei etwas besonderes, denn zum ersten Mal waren wir in einer Schulklasse eingeladen, konnten also erstmals unser Angebot für Schulklassen realisieren.
Siehe https://talentmenschsein.wordpress.com/71-medienspiegel/.

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Die zweite Klasse der Volksschule Lerchenfeld beschäftigte sich an  diesem Vormittag mit dem Thema Kinderrechte. Wir drei waren von Max, einem PädFH Studenten, der die Einheit mit den Kindern gestaltete, eingeladen worden, den interkulturellen Aspekt, das Thema Akzeptanz und Integration einzubringen.  Selbstverständlich sollten wir fotografieren – einerseits den Verlauf der Einheit, dann aber auch, in der Pause, die Kinder selbst.

In dieser Schulklasse haben über die Hälfte der Kinder Migrations-hintergrund, die Lehrerin der Klasse, Frau Kucher-Kamnik, bezeichnet Lerchenfeld allgemein als „sozialen Brennpunkt. Alle sozialen Probleme sind hier in den Familien der Kinder vertreten“, wobei sie betonte, dass dies für die Kinder ohne Migrationshintergrund genauso gelte. Daher freue sie sich umso mehr über unseren Besuch, da die meisten Kinder nicht gewöhnt seien, soviel Aufmerksamkeit zu bekommen.

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Außerdem drückte sie ihren Ärger darüber aus, dass viel zu wenig Ressourcen vorhanden seien, um vernünftig Deutsch zu unterrichten (etwa in Zusatzstunden für Kinder mit nicht deutscher Muttersprache) und auch um soziale Probleme in den Familien der Kinder auszugleichen.
So wurden wir sehr herzlich begrüßt und willkommen geheißen und mit diesen Informationen gingen wir in die Einheit.

Wir waren überrascht davon, wie offen und unkompliziert uns die SchülerInnen begegneten. So waren wir gleich mitten im Geschehen, konnten beobachten, wie die Kinder Schritt für Schritt an das Thema Kinderrechte herangeführt wurden. kremsvsbunt-max

<- Max stellte die Einheit unter das Motto: „Heute gibt es keine falschen Antworten, denn heute gibt es nichts, was man falsch machen kann“.

Zuerst sollten sich die Kinder überlegen, was sie persönlich bräuchten, um glücklich, gesund und sie selbst zu sein.

Im nächsten Schritte wurde beleuchtet, was es braucht, damit alle Menschen glücklich, gesund und sie selbst sein können. Dieser Prozess war mit heftigen Diskussionen der Kinder verbunden, in die ich mich gleich mit vertiefte, während Johannes und Lorenz das Geschehen auf Fotos festhielten.

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Dabei waren alle möglichen Gefühlslagen zu erkennen:

„Jeder braucht Liebe“
„Ich bin nie glücklich“
„Man muss überall wohnen dürfen“
„Meine Eltern sind aus Bosnien, ich, ich bin Österreicherin“
„Ich brauche meine Schwester, um glücklich zu sein“
„Ich bin aus den USA, du Blödi“

sind die Aussagen der Kinder, die mir am stärksten in Erinnerung blieben.

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Nachdem diese zwei Schritte geschafft waren, gab es eine Pause, in der die beiden Fotografen  von begeisterten Kindern, die fotografiert werden wollten, belagert wurden. Mit leichter Verspätung starteten wir daher in den zweiten Teil der Einheit, in der erklärt wurde, was ein Recht ist. Max: „Wenn du ein Recht hast, etwas Bestimmtes zu tun, dann heißt das, dass du das tun darfst und dich niemand daran hindern darf.“

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Aus den Aspekten, die sich die Kinder vorher überlegt hatten, durften sie nun ein „Universum der Kinderrechte“ basteln. Diskussionen darüber, was wirklich wichtig ist und daher ins Universum mit aufgenommen werden solle, entzündeten sich schnell:

„Medikamente sind ganz wichtig“
„Ich find es am allerwichtigsten, dass es
..meiner Katze gut geht und ich im Winter Eis laufen gehen kann“
„Für mich ist es am wichtigsten,
..dass meine Freunde für mich da sind“

Damit war die Einheit zu Ende und wir erschöpft, aber auch begeistert über die guten Gespräche mit den Kindern und das Vertrauen, das sie uns entgegengebracht haben. Verabschiedet wurden von ihnen mit dem Auftrag: „Kommt nächstes Jahr unbedingt wieder!“

Mit wunderschönen Fotos im Gepäck verabschiedeten wir uns.

kremsvsbunt-2x3

Unser Fazit: ein guter Start für Talent: Mensch sein in Schulklassen

Angelika Gänssle

2 Antworten to “4.0 In der Volksschule Krems”

  1. wow!!! super! ich hab selbst diese Volksschule besucht!!!

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