4.5 U. Aktionstage Polit. Bildung

Talent: Mensch: sein unterwegs als ReferentInnen bei den „Aktionstagen Politische Bildung“ in Krems am 29.4.2009

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Nach unserem „Talent Mensch: sein“ unterwegs in der Volksschule Krems-Lerchenfeld im Jänner wurden wir von der dortigen Lehrerin Frau Kucher-Kamnik (der Lehrerin der Klasse) eingeladen, bei den „Aktionstagen Politische Bildung“ in Krems zum Thema „Wozu EU?“ einen Workshop zu veranstalten.

Da uns ja auch der Kontakt zu jungen Menschen und die Vermittlung unserer Idee an SchülerInnen wichtig ist, sagten wir sofort zu und machten uns schließlich am 29.4. früh auf den Weg zur Pädagogischen Hochschule.

Gespannt auf das, was uns erwarten würde, wurden wir herzlich empfangen und den TeilnehmerInnen unseres Foto-Workshops „Wozu EU? EU und Migration“ vorgestellt.

wozu EU

Gemeinsam mit ihnen, begaben wir uns nach einer kurzen Rede der Kremser Bürgermeisterin Inge Rinke und der Eröffnung in den uns zugewiesenen Raum.
Der Workshop konnte losgehen.

Den Ablauf unseres Workshops hatten wir vorher konzipiert und mit inhaltlichen Inputs gestaltet. So sollten die 2 Stunden für die TeilnehmerInnen und uns natürlich möglichst interessant und kurzweilig werden.

Gleich einmal vorweg:
Das Ganze war für uns – und aus dem Feedback der TeilnehmerInnen zu schließen – auch für die MaturantInnen ein voller Erfolg. Eigentlich veranschlagt für 9-11Uhr, konnten wir 10 Minuten früher beginnen und eine Viertelstunde später aufhören,.
So angeregt war die Diskussion und so offen für unser Thema waren die Damen und der eine Herr dieser Maturaklasse.

Nach einer kurzen Vorstellung unsererseits, stiegen wir direkt in eine äußerst lebendige Diskussion ein, in der uns die KremserInnen von ihren Erfahrungen mit Migration und MigrantInnen berichteten.
Dabei besprachen wir den Umgang mit möglichen rassistischen Äußerungen besprachen und nahmen das Thema „Ausgrenzung“ auf.
Aber auch über den wichtigen Punkt „Vielfalt“ wurde gesprochen.
Diesem Begriff Vielfalt sollte unser Augenmerk vor allem gewidmet werden.

„Migranten sind doch eine Bereicherung, keine Bedrohung!“ war eine der erfreulichen Wortmeldungen in dieser Diskussion.

Um das Thema „Migration und EU“ um einen Aspekt zu erweitern, zeigten wir einige ausgewählte Ausschnitte aus dem Film „Fluchtziel Europa“, was wiederum eine Diskussion um die Genfer Konvention und das Verhalten der EU gegenüber MigrantInnen anregte. Anschließend gingen wir zum praktischen und interaktiven Teil über. Die TeilnehmerInnen des Workshops sollten, so unsere Aufgabenstellung, was immer ihnen nach den besprochenen Inhalten zu EU, Migration, Vielfalt, Ausgrenzung einfiel fotografisch darstellen. Dazu wurden 3 Gruppen gebildet, die eine halbe Stunde Zeit für die Umsetzung ihrer Ideen hatten.

Als sich alle wieder im Raum einfanden, waren wir von Talent: Mensch sein höchst erfreut über die zahlreichen, wirklich kreativen Ideen, sowie Assoziationen, die die SchülerInnen so wunderbar und in so kurzer Zeit ablieferten. Eine Gruppe kam nach den dreißig Minuten sogar mit 120 Bildern zurück.  In den Bildern wurde unter anderem anhand eines Parkplatzes das Thema Ausgrenzung dargestellt, Diskriminierung war ebenso dabei wie eine Nussschale mit einer Blüte darin, die einerseits ein Flüchtlingsboot, andererseits auch so etwas wie Hoffnung zeigen sollte.

kremsklein-5 nussschale

Bilder mit Zäunen sollten mögliche Grenzsituationen symbolisieren.

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Auch Bilder mit  Mauern sollten mögliche Grenzsituationen symbolisieren.

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Auch verschiedene Straßenschilder dienten als Motive, um z.B. Ablehnung auszudrücken. Eine unbesetzte Schaukel sollte Einsamkeit darstellen.

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Eine Brücke, die mit einer blauen Schnur von den FotografInnen symbolisch „versperrt“ worden war, stellte das Thema Grenze abstrakter dar.

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Bei der Besprechung der Bilder stellte eine Schülerin allerdings fest, dass ein Großteil der Bilder eigentlich sehr negative Seiten der Migration zeigte.

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Eigentlich hätten wir mehr den positiven, hoffnungsvollen Teil des Themas zeigen sollen“, hielt sie fest. Dies zeigt offensichtlich, dass „Migration und EU“ diese Assoziationen anscheinend weniger hervorruft.

Leider wurde die Zeit dann langsam knapp und so mussten wir die angeregte Diskussion abbrechen und mit einigen Worten und interessierten Fragen zu unserem Verein beendeten wir den Workshop schließlich. Es war für uns ein äußerst bereichender Tag in Krems, die MaturantInnen waren offensichtlich begeistert und vor allem kreativ bei der Sache. Noch einmal ein herzliches Dankeschön an Euch! Wir freuen uns auf weitere Workshops und hoffen, dass die eine oder andere TeilnehmerIn mit uns in Kontakt bleibt!

Herzlichen Dank noch einmal an Michaela Kucher Kamnik und Gregor Kremser für die freundliche Aufnahme und kompetente Organisation der Veranstaltung! Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen in Krems!

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Johannes Rigal

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